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Methoden

Ich bin Max | PROMPT | Das Castillo-Morales® Konzept | Lidcombe-Programm | Traditionelle Chinesische Medizin


 

Das Sprachförderprogramm

“Ich bin Max” bietet Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit einer effektiven Sprachförderung für Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren im Kindergartenalltag.
Die Fähigkeiten der Erzieher/ -innen, beliebige Alltagssituationen kreativ und didaktisch zu Sprachförderhandlungen umzuformen und zu nutzen, stehen im Mittelpunkt bei ” Ich bin Max”.
Die Weiterbildung ist speziell für Erzieher/-innen aller Kindergärten/ Kindertagesstätten entwickelt, nach einem Beispiel aus den Niederlanden.

Das Ziel der Weiterbildung besteht darin, Erzieher/-innen die Theorie und Praxis der Sprachförderung bei Kindern im Alter von 3 bis 7 Jahren näher zu bringen. Die Weiterbildung basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Sprachentwicklung von Kindern und effektives sprachförderndes Verhalten seitens der Erwachsenen.
Im Vordergrund dieser Weiterbildung steht die Sprachförderung durch interaktive Spiel-Lern-Situationen, in denen Kinder miteinander und mit Erwachsenen im Gespräch sind.

Die “Language Route” aus den Niederlanden ist ein Modell, um, angepasst an die deutschen Sprache, um in Deutschland die Erzieher/-innen ein neues und erprobtes Sprachförderprogramm zu bieten.
Das Weiterbildungsangebot besteht aus 5 Seminaren von jeweils 4 Stunden, alle 4-6 Wochen. Zwischen den Seminaren gibt es praktische Aufträge für jeden Kursteilnehmer/in, welche mit Hilfe der Kursleiterin durchgeführt werden.

Inhalte

Während der Seminare werden die fünf Wege der Sprachförderung aufeinander aufbauend erarbeitet:

  1. Seminar Interaktive Sprachförderung
  2. Seminar Interaktives Vorlesen
  3. Seminar Gespräche mit Kindern
  4. Seminar Wortschatzarbeit
  5. Seminar digitale Medien

Einbeziehung der Eltern und Evaluierung des Trainings.
Jeder Baustein des Konzeptes ” Ich bin Max” wird mit konkreten Beispielen, Falldarstellungen und praktischen Übungen erläutert. Die wichtige Ziele der einzelnen Bausteinen werden gemeinsam erarbeitet. Die Kursteilnehmer/-innen lernen theoretisch und praktisch unterschiedliche Aktivitäten kennen, die mit den Kindern gezielt zu jedem Baustein durchgeführt werden können.

Falls Interesse besteht, rufen Sie mich bitte an
02452-909477

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PROMPT

( Prompts for Restructuring Oral Muscular Phonetic Targets )

Prompts zur Restrukturierung oral-muskulärer phonetischer Zielkonfigurationen.

Das System wurde 1980 zum ersten Mal von Deborah Hayden vorgestellt. Es beruht auf neurologischen und anatomischen Prinzipien, sowie auf Theorien zur Motorik. Die Methode setzt Laute direkt in neuromuskuläre Bewegungen um, wie sie für artikulatorische Abfolgen nötig sind. Ursprünge der PROMPT-Methode finden Sie in einem moto-kinästhetischen Behandlungssystem von Edna Hill Younge.

Das PROMPT-System hat die taktile Stimulierung als Grundlage zur besseren Demonstration der artikulatorischen Mechanismen beibehalten. Es wurden aber darüber hinaus multidimensionale PROMPT’s entwickelt, die verschiedene Lautkriterien darstellen wie Artikulationsort und Artikulationsart, die beteiligten Muskelgruppen und deren Spannungszustand, die Kieferöffnungsweite, den Einfluss der zeitlichen Abstimmung einzelner Bewegungen und der Koartikulation während Transitionen, die Betonung und prosodische Veränderungen.

In Abhängigkeit von dem Schweregrad und der Art der Störung können PROMPT’s ausschließlich zur Verdeutlichung der Stimmhaftigkeit oder Stimmlosigkeit eines Lautes verwendet werden oder aber auch zum Aufbau eines ganzen Lautes genutzt werden. Sie können eingesetzt werden um die Koartikulation zu unterstützen , ein ganzes Wort oder einen Phrasenabschnitt zu programmieren, oder auch um in der Spontansprache zu helfen, wenn der Transfer ( z.B. Generalisierung bestimmter Laute) im Mittelpunkt der Behandlung steht. Das System ist ebenfalls dafür bekannt, dass es die Selbstwahrnehmung des Patienten oder der Patientin verbessert, insbesondere im Hinblick auf das Monitoring und die Selbstkorrekturfähigkeit.

Bisher wurde das System bei Sprachentwicklungsverzögerungen, phonologischen Störungen, Dysarthrien, apraktischen Störungen, sowie Hörbehinderungen und Redeflussstörungen angewandt. Es wurden sowohl Kinder wie Erwachsene behandelt.

Die folgenden Grundsätze sind der Kern von PROMPT:

 

  1. Menschliche Wesen werden intern und extern durch geistige, körperliche und gefühlsmäßige Domänen angetrieben.
  2. Diese Domänen in einem funktionierenden Menschen sind voll integriert und von einander abhängig.
  3. Kommunikation stellt die reinste Integration aller drei Domänen dar.
  4. Menschen sind angewiesen auf die Interaktion mit anderen Menschen in allen drei Domänen.
  5. Kommunikation kann gestört werden durch Fehlerhaftigkeit in einer oder allen drei Domänen. Obwohl eine einzelne Domäne als die am meisten beeinträchtigte angesehen werden kann, sind dadurch alle anderen Domänen auch in gewissem Maße funktionell beeinträchtigt.
  6. Um die schwächste Domäne zu stärken, müssen alle Domänen auf systematische Art wieder integriert werden.
  7. Die Reorganisation sollte alternierend in allen Domänen geschehen, wobei zeitliche Einteilung und Reihenfolge variieren können.
  8. Fehlende Intervention kann zu dauerhaften Veränderungen aller Domänen in Bereich Kommunikation führen.
  9. Das letztendliche Ziel PROMPT Therapie ist es, eine Balance aller Domänen auf dem höchstmöglichen Level zu bewirken, die von der Person erreicht werden kann.

 

“PROMPT will teach you how to look, your hands will teach you how to know,
your heart will teach you how to see”
– Deborah A. Hayden

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Das Castillo-Morales® Konzept

Das Castillo-Morales® Konzept ist ein umfassendes neurophysiologisches orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen, senso-motorischen und /oder orofacialen Störungen. Es wurde von Dr. Rodolfo Castillo-Morales entwickelt.
Er ist in Argentinien geboren und aufgewachsen. Nach seinem Medizinstudium folgte er eine Ausbildung zum Rehabilitationsarzt und er leitete bis vor kurzem das Rehabilitationszentrum ” Centro Modelo de Reeducacion” in Cordoba/ Argentinien.

Seit 1979 wird das Konzept in Europa vermittelt und beinhaltet:

  • die Förderung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten mit einem orofacialen Behandlungsanteil/ Schwerpunkt

Eine wesentliche Grundlage für sein Konzept war die intensive Beschäftigung mit der Anthropologie Lateinamerikas. Die Behandlung basiert auf dem Respekt vor dem Gegenüber, dem Vertrauen in die Fähigkeiten des Anderen und im Unterstützen seiner Stärken und Motivation. Im Bezug auf dem Alltag ist ein enges Zusammenarbeiten mit den Eltern/ Bezugspersonen/ Umfeld von grundlegender Bedeutung. Durch Berühren, Modellieren, Druck/ Zug und Vibration über spezielle motorischen Zones helfen wir den Patienten zu Lernen, ” Vergessenes zu erinnern”, und die Bewegungen in zielgerichtete funktionelle Handlungen zu lenken.

Ziele:

  • Erweiterung der non-verbalen und verbalen Kommunikation
  • Wahrnehmungsentwicklung ( spüren/ sehen/ hören)
  • Initiieren/ Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Bewegung, “das sogenannte Vertikalisieren”
  • Aktivierung und Regulierung der orofacialen Funktionen ( saugen, schlucken, Speichelkontrolle, kauen, Mimik, Artikulation)
  • Förderung der Eigeninitiative und Selbständigkeit ( Essen, Trinken, Kommunikation, Fortbewegung)
  • Unterstützung der elterlichen Kompetenzen
  • Vermeiden von sek. Pathologie

Wer wird behandelt?
Frühgeborene/ Säuglinge, Kinder und Erwachsene mit

  • Muskelhypotonie z.B. Trisomie 21/ Down-syndrom, Prader-Willi-Syndrom oder andere Syndrome mit Hypotonie( zu wenig Körperspannung)
  • Orofaciale Störungen z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Facialisparesen, Möbiussyndrom, Pierre-Robin-Sequenz, Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Spalten
  • Zentral motorische Störungen und Komplexbehinderungen z.B. bei Cerebral Paresen oder Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
  • Peripheren Paresen: u.a. Plexusparesen
  • Neuromuskulären Erkrankungen

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Das Lidcombe-Programm

Das Lidcombe-Programm zur Behandlung frühkindlichen Stotterns ist eine verhaltensmodifikatorische Methode bei der die Eltern als Co-Therapeuten mit in die Therapie einbezogen werden. Ursprünglich wurde das Programm für Kinder im Vorschulalter entwickelt. Klinische Erfahrungsberichte und Studienergebnisse der letzten Jahre weisen jedoch darauf hin, dass das Lidcombe-Programm auch noch im Grundschulalter eingesetzt werden kann.

Das Lidcombe-Programm ist ein Therapieverfahren zur Behandlung frühkindlicher Redeflussstörungen. Das Programm basiert auf der Annahme, dass flüssiges Sprechen im Repertoire jedes Kindes vorhanden ist und durch operante Therapieprinzipien gefördert werden kann. Ursprünglich wurde das Interventionsverfahren für Kinder der Altersgruppe zwischen drei und sechs Jahren entwickelt. Es unterscheidet sich von zahlreichen anderen Behandlungsmethoden vor allem dadurch, dass die Therapie von einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson unter Anleitung der Therapeutin durchgeführt wird.

Das Lidcombe-Programm gliedert sich in eine Behandlungsphase (Phase I) und eine Kontrollphase (Phase II). Das Verfahren basiert in beiden Phasen auf zwei Komponenten bestehend, aus verbalen Rückmeldungen für stotterfreie und gestotterte Äußerungen sowie aus kontinuierlichen Messungen der Sprechflüssigkeit des Kindes während des Behandlungsverlaufs.

Die Sprechflüssigkeit des Kindes wird während der gesamten Therapiedauer von den Eltern gemessen. Hierzu leitet die Therapeutin die Eltern an, täglich bis zum Abschluss der Behandlung den durchschnittlichen Schweregrad der Redeflussstörung auf einer Skala von 1 bis 10 einzuschätzen. Der Punktwert 1 repräsentiert hierbei kein Stottern, 2 extrem leichtes Stottern und 10 extrem schweres Stottern. Darüber hinaus bewerten Eltern und Therapeutin gemeinsam eine Spontansprachprobe des Kindes zu Beginn jeder Behandlung. Die Messwerte bilden die Basis für Entscheidungen bezüglich des weiteren therapeutischen Vorgehens und liefern darüber hinaus eine Datengrundlage für eine adäquate Dokumentation des Therapieprozesses im Sinne moderner evidenz-basierter Behandlungsprinzipien

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Traditionelle Chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin wird auch TCM abgekürzt. Die traditionelle chinesische Medizin ist eine über 4000 Jahre alte Heilmethode aus China. Die TCM setzt sich zusammen aus verschiedenen Kategorien hauptsächlich Akupunktur, Akupressur, Qi Gong, Feng Shui, daneben noch chinesische Kräuterheilkunde, Tai-Chi, Tuina, Moxibustion und Guasha.

Die Akupressur ist genau wie die Akupunktur auf der Grundlage der Energiebahnen des Körpers entstanden. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Behandlungsmethoden besteht darin, dass die Akupressur keinerlei Nadeln oder sonstige Werkzeuge benötigt. Die Akupressur arbeitet sehr stark mit der Vorstellung des Behandelnden.

Es wird anhand von Finger- oder Daumendruck auf die entsprechenden Meridian-Punkte der blockierte Energiefluss wiederhergestellt. Während dieser Wiederherstellung ist der Druck beim Einatmen leicht und beim Ausatmen stark. Dadurch entsteht eine Zirkulation in den Energiebahnen. In der Körperempfindung des zu Behandelnden und es werden so Blockaden und Behinderungen gelöst.

Die Moxibustion besteht aus erwärmen der Akupunkturpunkte.

Bei der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird Krankheit als verloren gegangenes, energetisches Gleichgewicht verstan­den. Ursache sind äußere und innere Störfaktoren wie unaus­gewogene Ernährung, Überanstrengung, übermässige Emoti­onen (wie Zorn, Wut, Angst). Die Diagnose und Therapie in der chinesischen Medizin beruht auf drei Hauptmerkmalen:

Die Lebensenergie «Qi»
In der Chinesischen Medizin ist das «Qi» ein zentraler Begriff. Es setzt den Organismus mit seiner körperlichen Gebundenheit in Bewegung und erhält ihn am Leben. Wenn das Qi nicht mehr ungehindert im Körper fließen kann, entsteht ein Ungleich­gewicht in der Verteilung von Qi und Blut «Kraft und Saft» und daraus können Krankheiten und Schmerzen entstehen.

Die Polarität «Yin–Yang»
In der Chinesischen Medizin wird die sonnenbeschienene Seite als Yang, die schattige Seite als Yin bezeichnet. Ur­sprünglich meint dieser Begriff einen Berg, doch im übertragenen Sinn gilt diese Polarität für allgemeine Gegensätze. So wie die Sonnen- und die Schattenseite nicht gut oder schlecht ist, so ist jede Polarität (gross/klein, männlich/weiblich, heiss/kalt etc.) lediglich beschreibend, nicht aber wertend. Das Denken in sich ergänzenden Polaritäten, also in Yin und Yang, ist grundlegend in der Diagnostik und Therapie der chinesischen Medizin.

Die fünf Elemente
Ein weiteres Grundprinzip der chinesischen Medizin ist die Unterteilung von Naturphänomenen in die Elemente: Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Unser «Qi» fließt täglich von Neuem in der rhythmischen Abfolge der 5 Elemente, stabil gehalten von der Kraft der «Mitte», der «Erde». Wird eines der Elemente gestört von z.B äußeren Einflüssen, gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht was wiederum zu Krankheiten führen kann.

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